Eptibatide ist ein Thrombozytenaggregationshemmer, der vor allem durch die Hemmung der Thrombozytenaggregation wirkt. Es wird zur Vorbeugung von Thrombosen und zur Verringerung des Risikos ischämischer Ereignisse in Fällen wie akutem Koronarsyndrom und perkutaner Koronarintervention (PCI) eingesetzt.
Eptibatid eignet sich für Patienten mit akutem Koronarsyndrom, insbesondere für Patienten mit instabiler Angina pectoris oder einem Myokardinfarkt ohne ST-Strecken-Hebung. Es kann in Kombination mit Aspirin verwendet werden, um die GPIIb/IIIa-Rezeptoren der Blutplättchen zu hemmen und die Thrombusbildung zu verhindern.
Während der perioperativen Phase der PCI wird Epibatid zur Vorbeugung von In-Stentthrombosen und anderen Gefäßkomplikationen eingesetzt. Es muss präoperativ verabreicht werden und die Dosierung sollte an die chirurgische Situation angepasst werden. Es kann die antithrombotische Wirkung synergistisch mit Antikoagulanzien wie Heparin verstärken.
Bei der Anwendung in besonderen Patientengruppen ist Vorsicht geboten: Bei älteren Patienten besteht möglicherweise ein erhöhtes Blutungsrisiko aufgrund einer verminderten Nierenfunktion, weshalb eine Überwachung der Nierenfunktion erforderlich ist. Es ist bei schwangeren und stillenden Frauen kontraindiziert, da es den Fötus beeinträchtigen oder über die Muttermilch ausgeschieden werden kann. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Blutungsneigung in der Vorgeschichte, wie z. B. Magengeschwüren oder Hirnblutungen, und der Behandlungsnutzen muss gegen das Blutungsrisiko abgewogen werden.