Bei der Verwendung von Peptiden stoßen wir häufig auf die Indikatoren Peptidreinheit und Peptidgehalt. Viele Menschen fragen sich vielleicht, warum ihre Peptidreinheit 95 % beträgt, der Peptidgehalt jedoch nur 80 %. Dies liegt daran, dass es sich um zwei völlig unterschiedliche Konzepte handelt.
Peptidreinheit: Die Peptidreinheit bezieht sich auf die Menge des Zielpeptids, die bei 214 nm (214 nm ist die Absorptionswellenlänge der Peptidkette) mittels HPLC-Analyse nachgewiesen wurde.
Peptidgehalt: Dies bezieht sich auf den Prozentsatz der Peptide im Verhältnis zu Nicht-peptidischen Substanzen in einer Probe.
Die Reinheit eines Peptids bezieht sich auf den Gehalt des Zielpeptids, der durch HPLC bei 214 nm nachgewiesen wird (214 nm ist die Absorptionswellenlänge der Peptidkette). Neben dem Zielpeptid kann HPLC Verunreinigungen erkennen, darunter: gelöschte Sequenzen (Zielsequenzen, denen ein oder mehrere Aminosäurereste fehlen), verkürzte Sequenzen (während des Schutzes erzeugte Sequenzen) und unvollständig entschützte Sequenzen (die zum Syntheseprozess oder zum endgültigen Spaltungsprozess führen). Allerdings kann die HPLC weder Wasser noch Restsalze wie Trifluoracetat (TFA) und Acetat nachweisen. Bei der Peptidsynthese wird die Peptidsequenz mithilfe von TFA vom Harz abgespalten und bei der Reinigung entsteht auch eine kleine Menge TFA. Daher können der freie Aminoterminus und andere Seitenketten des Peptids, wie Arg, Lys und His, kleine Mengen an TFA-Verunreinigungen erzeugen. Ein weiteres Problem ist Feuchtigkeit. Peptide werden normalerweise durch Lyophilisierung dehydriert, aber dennoch ist Wasser in unterschiedlichem Maße vorhanden, abhängig von der kovalenten Bindungskapazität. Daher enthalten gelieferte Peptide typischerweise TFA-Salze und Spuren von Wasser, die durch HPLC nicht nachweisbar sind, was zu Unterschieden im Peptidgehalt und in der Reinheit führt.